Ich hatte in letzer Zeit die “Gelegenheit” (eher unfreiwillig) mehrere Bluetoothmäuse für mein Notebook zu testen. Und zwar habe ich die Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000, die Apple Magic Mouse, und die Logitech Bluetooth Mouse M555b jeweils für einige Zeit besessen.
Um dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung zu helfen, berichte ich euch kurz von meinen Erfahrungen.
Microsoft Notebook Mouse 5000
Da ich bei meinem Macbook Air keinen USB-Dongle mit mir rumtragen (und dadurch einen USB-Platz “verlieren) wollte und ich auch kein Fan vom dauerhaften Arbeiten am Trackpad bin, habe ich mir zu Beginn diese Maus gegönnt. War eh bei Amazon im Angebot für 29 Euro.
Von Form, Verarbeitung usw her war eigentlich nichts zu beanstanden. Liegt für eine Notebookmaus gut in der Hand, nicht zu groß, nicht zu klein. Was mich jedoch enorm gestört hat, war zum Einen die Lautstärke und Schwergängigkeit des Scrollrades (sehr nervig, insbesondere in stillen Umgebungen). Zum Anderen, was noch deutlich frustrierender war, die Maus hat ständig Probleme mit der Kopplung gehabt. Kaum habe ich mal kurz Bluetooth aus- und wieder eingeschaltet, hat die Maus erst nach einiger Fummelei wieder die Verbindung gefunden. Teilweise musste ich sie komplett aus den Systemeinstellungen löschen und dann wieder neu hinzufügen. Natürlich ist das immer in den ungünstigsten Momenten aufgetreten, wo man gerade NICHT Lust auf sowas hat.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich sie nur am Mac getestet hab, vielleicht treten die Probleme unter Windows nicht auf. Habe sie in der Familie weitergegeben, habe dort noch keine Klagen gehört.
Apple Magic Mouse
Von Form und Verarbeitung sicherlich sehr edel. Funktioniert natürlich auch perfekt mit OSX, inkl. Anzeige des Batterieladestandes. Leider ist die Maus ohne das Programm “BetterTouchTool” relativ unbrauchbar, da auf höchster Geschwindigkeit der Mauszeiger trotzdem elendig langsam ist (was aber auch subjektiv ist).
Zudem unterstützt die Maus Multitouchgesten, die man mit o.g. Tool auch frei konfigurieren kann. Ich habe mir z.B. Expose auf “drei Finger nach unten” gelegt.
Vor- und Zurück ist Standardmäßig auf “zwei-Finger-links/rechts”.
Klingt zwar alles ganz gut, jedoch bekommt man irgendwann Krämpfe in den Fingern.
Disqualifiziert hat sich die Magic Mouse bei mir jedoch durch die fehlenden Gleitpads. Ohne Mauspad ist das Gerät unheimlich laut und sehr schwergängig, so dass es an stilleren Orten (z.B. Unibibliothek) meiner Meinung nach eine Belästigung der Nachbarn ist. Und immer ein Mauspad mitschleppen? Das muss bei einer 69 Euro Maus nicht sein.
Logitech M555b
Die Logitech M555b war eigentlich nur eine “Notlösung”. Für den Preis von 22,- EUR (Angebot bei Amazon) hatte ich nicht soviel erwartet. Diese Maus habe ich aber behalten, da sie für mich -in Kombination mit dem Preis- die beste Lösung bietet.
Keine Probleme mit der Kopplung, keine Verbindungsabbrüche (wie bei der Microsoft-Mouse) und lange Akkulaufzeit (habe die Maus jetzt 1,5 Monate und musste bis jetzt nicht wechseln).
Da ich nicht die Original-Logitechtreiber benutzt habe, wurde z.B. die dritte Maustaste nativ nicht unterstützt. Daher habe ich sie mit mit dem “BetterTouchTool” mit Exposè belegt.
Leider habe ich jetzt keine Möglichkeit mehr mit einer Maustaste eine Internetseite direkt in einem neuem Tab zu öffnen. Die einzige freie Maustaste ist Exposè, und im Mausrad ist keine Maustaste. Stattdessen kann man durch einen Druck das Mausrad “frei” drehen lassen, um so schneller und leiser scrollen zu können.
Fazit
Wie schon erwähnt, würde ich wieder zur Logitech greifen.
Wichtig ist noch zu wissen, dass Bluetooth auf 2,4 Ghz funkt. Wenn man also seinen Laptop in einem 2,4 Ghz WLAN betreibt (was ca. 99% aller Leute machen), wird der Mauszeiger bei Traffic nicht mehr flüssig zu bewegen sein. Das beeinträchtigt natürlich nur die Datenübertragung von Maus => Mac/PC, bei Benutzung des Trackpads tritt das Phänomen nicht auf.