(Un)Sinn von Pingchat! für iPhone oder Android?!

ping-chat-header

Ich möchte hier keinen Testbericht über Pingchat! schreiben. Ich denke, die meisten die diesen Artikel lesen, wissen worum es geht.

Für alle anderen soll es kurz erklärt werden: Pingchat ist quasi ein Instant-Messanger, welcher für knapp 1 € in Apples Appstore und umsonst im Android Market erhältlich ist.  Versendet werden jedoch Kurznachrichten im Stil von SMS.

Kurz nach Erscheinen von Pingchat für das iPhone ist mir aufgefallen, dass bei mir in Facebook und in Twitter viele ihren Pingnamen preisgegeben haben um damit erreichbar zu sein. Vorteil ist natürlich grundsätzlich, dass man für die Kommunikation untereinander kein Geld für SMS bezahlen muss.

Angepriesen wird ebenfalls, dass man unlimitiert Text und Anhänge verschicken kann.

Absolut schleierhaft ist mir jedoch, warum für solche Zwecke nicht die “klassische” E-Mail benutzt wird. Genau wie Pingchat erscheint auch sie unmittelbar beim Empfänger, weiterhin kann hier hier etliche Anlagen dranhängen.  Außerdem hat jeder eine E-Mailadresse und jedes Smartphone einen Mailclienten.

Zudem muss ich keine extra App kaufen (nur bei IOS) bzw. installieren.

Warum benutzen also soviele Leute Pingchat?

Mir ist aufgefallen, dass viele (nicht alle!)  iPhone-Nutzer (auf diesem System ist es enorm populär) kein gutes technisches Verständnis von elektronischen Kommunikationsmitteln haben. Die Einrichtung eines E-Mail-Accounts auf einem Smartphone kann zu unerwarteten Problemen führen, gerade wenn man Mailprovider wie web.de benutzt, die in der Gratisversion den POP3-Abruf limitieren und IMAP sogar gänzlich untersagen. Vielen ist der Unterschied dieser beiden Systeme nicht einmal bekannt.

Weiterhin besteht aufgrund der fehlenden (bzw. extrem kastrierten) Multitaskingfähigkeit des iOS keine Möglichkeit einen IM permanent im Hintergrund laufen zu haben um so erreichbar zu sein.

So bietet eine App wie Pingchat natürlich eine einfache Möglichkeit ohne vermeintlich komplizierte (und viele überfordernde)  Einrichtung Texte, Bilder und Dateien zu verschicken.

Auf Android sieht es für mich allerdings noch nicht so aus, als ob dieser App großer Erfolg beschienen sein wird. Für die Kommunikation mit iPhone-Benutzern mag es noch geeignet sein, Androiden unter sich kommunizieren aber meiner Erfahrung nach mehrheitlich über Google Talk oder E-Mail.

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Hendrik

Hallo, ich bin Hendrik und betreibe diesen Blog. Grundsätzlich bin ich an (fast) allen technischen Dingen interessiert, wenn mir dort etwas auffällt oder ich ein Problem löse, teile ich das gerne mit anderen. Würde gerne öfter Artikel verfassen, aber manchmal fehlt mir die Lust, Zeit und/oder Inspiration ;) Freue mich grundsätzlich immer über Kommentare.

Kommentare (2)

  1. Ich finde PingChat ganz und gar nicht unnötig.
    In deinem Text schreibst du, dass man mittels E-Mail Texte und Anhänge an Freunde schicken kann. Das stimmt ja auch. Allerdings kommen sie dann nicht sofort beim empfänger an, es sei denn er hat einen Exchange Server, was allerdings selten der Fall ist. Man kann bei POP3 zwar einstellen, dass alle 15 Minuten das Postfach auf E-Mail geprüft wird, allerdings kommen dann die E-Mails natürlich nur alle 15 Minuten an, es sei denn man aktualisiert manuell (was ja nicht der Sinn sein sollte).

    Bei PingChat wird bequem eine Push Nachricht an das iPhone gesendet, welche sofort ankommt und auf die ganz unumständlich genatwortet werden kann.

    Dadruch kann man sich lästiges aktualisieren der E-Mail bzw. kosten für einen Exchange Server sparen.

    Es gibt natürlich kostenlose Anbieter wie alol.net.br, allerdings ist dort die kostenlose Registrierung eingestellt worden.

    • Da hast du tatsächlich recht. Ich habe es nicht bedacht, dass es viele Mailanbieter gibt, die kein Push unterstützen.
      Das habe ich irrigerweise einfach angenommen, bzw. gar nichts anderes gedacht, da es bei mir so gibt.

      Ich bin mit meinem ersten Android-Handy komplett auf Google Mail umgestiegen. Dieses unterstützt auch das Exchange-Protokoll, so dass ich meine GMail-Mails auch auf mein iPad gepusht bekomme.

      Bei anderen Anbietern, die z.T. nicht einmal IMAP unterstützen, sieht das natürlich anders aus.

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